Aktuell

Ringeln von Robinien

Ende der 50er Jahre wurden im Gebiet Doggen Robinienreihen entlang der Kanäle gepflanzt. Der raschwüchsige Baum, der auch als falsche Akazie bekannt ist, gilt heute als invasiver Neophyt. Die Robinienvorkommen entlang von Gewässern sollen deshalb möglichst reduziert und durch standortgerechte, einheimische Gehölze ersetzt werden.

In den vergangenen Jahren hat sich gezeigt, dass die Robinien nach dem Fällen mit starkem Stock- und Wurzelausschlag reagieren. Damit eine weitere Verbreitung vermieden werden kann, wurde im Frühjahr 2019 auf kurzen Abschnitten eine Bekämpfung durch Ringeln angewandt. Dadurch kann der Baum geschwächt und nach wenigen Jahren gefällt werden, ohne dass sich ein unerwünschter Teppich aus Wurzelausschlägen bildet.


Abfischen im Rufibach

Der maschinelle Gewässerunterhalt der Linthebene-Melioration erfolgt jeweils in Absprache mit dem zuständigen Fischereiaufseher. Auf dessen Anordnung wurde am 5. Januar 2019 ein Abschnitt des Rufibachs in Schänis durch den Fischereiverein See+Gaster abgefischt. Die entsprechende Bestandeserhebung zeigt ein positives Bild. Auf einer Strecke von 455 m konnten insgesamt 1086 Fische abgefischt und in anderen Gewässern wieder eingesetzt werden. Besonders erfreulich ist das grosse Vorkommen des gefährdeten Bachneunauges, das zusammen mit dem Nachweis von sechs weiteren Fischarten als Zeugnis für sehr gute Wasserqualität gewertet werden darf.


Regierungsrätlicher Besuch in der Linthebene

Der für die Linthebene-Melioration zuständige St. Galler Regierungsrat Dr. Bruno Damann besuchte am 29. August 2018 zusammen mit dem  Vorsteher des Amtes für Natur, Jagd und Fischerei (ANJF) Dr. Dominik Thiel die Linthebene-Melioration.

Nach einem kurzen Überblick über die Geschichte und die Bedeutung des Werks erhielten die Gäste auf einer Rundfahrt einen Eindruck von den Anlagen und von einigen aktuellen Themen. Unter anderem wurden der Erlenweiher in Schänis, der Sumpfauslauf im Hänggelgiessen Benken, das Pumpwerk Uznach sowie der revitalisierte Hogglibach in Reichenburg besichtigt und zusammen mit den begleitenden Präsidenten von Aufsichtsrat und Verwaltungskommission lebhaft diskutiert.


Neue Lebensräume fürs Hermelin

Während eines Gewitters im Sommer 2018 wurde eine ältere Weide am Gastergraben im Kaltbrunner Riet geworfen. Der Baumstrunk konnte erhalten werden und bietet nun einer Vielzahl von Organismen wertvollen Lebensraum und Nahrung. Der Stamm und das Astmaterial mussten aus Unterhaltsgründen aus dem Gerinnebereich entfernt werden.

Mit dem Abraum konnten Fördermassnahmen für das Hermelin umgesetzt werden. In einer nahen Baumallee mit Vernetzungsdefizit wurden zwei neue Asthaufen angelegt. Damit sich diese als Versteck oder gar als Aufzuchtkammer für den scheuen Mausjäger eignen, müssen beim Aufbau bestimmte Regeln eingehalten werden. Zwei Mitarbeiter der Linthebene-Melioration wurden an einem Kurs eigens für die fachgerechte Erstellung von Asthaufen geschult. In den Hecken und Windschutzstreifen der Linthebene-Melioration bestehen mehrere Asthaufen, die von unserer Werkgruppe unterhalten und gelegentlich mit neuem Astmaterial ergänzt werden.


Periodische Wiederinstandstellung (PWI) von Flurstrassen

Im Rahmen der Periodischen Wiederinstandstellung von Strassen wurden im Frühjahr 2018 sechs Strassenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 3'250 m saniert.

Nebst der Kiesstrasse Untere Erlenstrasse (Schänis) wurden die Asphaltstrassen Wiedenstrasse (Kaltbrunn), Rietstrasse (Schänis), Langholzrietstrasse (Reichenburg/Schänis), Zieglerweg (Schübelbach) und Heiteristrasse (Tuggen) instand gestellt. Die Arbeiten konnten plangemäss Ende Juni abgeschlossen werden.

Für das Frühjahr 2019 sind in diversen Gemeinden weitere Strassensanierungen vorgesehen.


Pflanzung von 400 Bäumen und Sträuchern

Im Winter 2017/2018 mussten aus Pflege- und Sicherheitsgründen rund 160 Bäume in verschiedenen Windschutzstreifen und Hecken gefällt werden. Als Ersatz für den Abgang pflanzte die Werkgruppe der Linthebene-Melioration im Frühjahr insgesamt 398 standortgerechte einheimische Bäume und Sträucher.

Seit 2011 wurden im Schnitt pro gefälltem Baum zwei neue Gehölze gepflanzt.

xeiro ag