Aktuell

Strassensanierungen 2020

Für den Substanz- und Werterhalt der Strassen führt die Linthebene-Melioration in grösseren Zeitabständen erweiterte Unterhaltsmassnahmen durch. Die Arbeiten werden so gestaffelt, dass jedes Jahr ungefähr der gleiche Aufwand resultiert. Im laufenden Jahr stehen sieben Strassenabschnitte mit einer Gesamtlänge von 5.0 km auf dem Programm.

Im Kanton St. Gallen wird die Belagsstrasse entlang dem Flössgraben (Kaltbrunn und Uznach) sowie die kurze Kiesstrasse zur St. Sebastianskapelle in Schänis saniert. Im Kanton Schwyz sind nebst der Kiesstrasse Stockbergstrasse auch die asphaltierte Mülibachkanalstrasse, die Staffelrietkanalstrasse (alle Tuggen) sowie die Burstwiesenstrasse und die Schandelnstrasse (beide Reichenburg) zur Instandstellung vorgesehen. Sämtliche Arbeiten werden durch spezialisierte Unternehmen aus der Region ausgeführt.


Sanierung Auslaufbecken beim Pumpwerk Uznach

Das Pumpwerk Uznach wurde im Jahr 1949 fertiggestellt. Zur Sicherstellung eines störungsarmen Betriebs wurden damals die Becken im Zu- und Auslauf mit unarmiertem Beton befestigt. Während die beiden Zulaufbecken bereits im Zuge von Linth 2000 saniert wurden, präsentiert sich das Auslaufbecken heute in einem schlechten baulichen Zustand. Es ist deshalb geplant, Sohle und Böschungen im Rahmen eines vom Bund und Kanton SG unterstützten Sanierungsprojekts mit neuen Betonabdeckungen zu versehen.

Die Arbeiten beginnen ab Montag, 24. Februar 2020 und dauern gemäss Bauprogramm bis Mitte April 2020. Der Pumpbetrieb wird während den Bauarbeiten eingestellt. Die zufliessenden Kanäle werden während dieser Zeit ungepumpt in den F-Kanal geleitet und sind somit direkt vom Wasserspiegel des Zürichsees abhängig. Obwohl die Bauzeit in den jährlichen Tiefstand des Zürichsees fällt, sind in den zuführenden Kanälen teilweise höhere Wasserstände möglich.


Spatenstich für neuen Werkhof

Mit dem Neubau des Werkhofs Reumeren geht es voran. Am Mittwoch 4. Dezember 2019 erfolgte der Spatenstich im künftigen Werkareal Reumeren in Reichenburg.

Mit literarischen Querverweisen erläuterte Geschäftsführer Stephan Hauser die «unendliche Geschichte», die diesem denkwürdigen Moment voranging. Erste Abklärungen für einen neuen Werkhof wurden bereits im Oktober 2001 vorgenommen. Zwischen 2006 und 2014 erfolgte dann die grosse «Odyssee». Insgesamt fast ein Dutzend verschiedene Standorte wurden während dieser Zeit ausgewählt und aus verschiedenen Gründen wieder fallen gelassen wurden.  Im Jahr 2014 entschied sich die Linthebene-Melioration dann letztlich für den einstigen Kiesentnahmeplatz beim Autobahnkreuz Reichenburg. Dank einer Revision der Nutzungsplanung im Jahr 2017 können am neuen Standort nicht nur Geräte und Maschinen eingestellt, sondern auch die Büronutzung zonenkonform untergebracht werden.

Mitte Dezember 2019 werden die Betonpfähle gesetzt, im Februar 2020 beginnen die Baumeisterarbeiten. Bis im Frühjahr 2021 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.


Gemeinsamer Einsatz für die Natur

Der Gehölzstreifen im Gebiet Fischer gehört der Linthebene-Melioration und wurde anfangs der 90er Jahren von einer monotonen Baumreihe zu einer vielfältigen Hecke umgestaltet. Heute bietet sie einer Vielzahl von Säugetieren, Vögeln und Reptilien wertvollen Lebensraum und nimmt eine wichtige Vernetzungsfunktion zwischen dem Gasterholz und dem Benkner Büchel wahr. Damit die Hecke langfristig dicht und artenreich bleibt, ist eine regelmässige Pflege notwendig.

Am Samstag, 16. November 2019, kümmerte sich eine gut gelaunte Gruppe mit Sägen, Scheren und Pflanzschaufeln um die Pflege der Fischer-Hecke. Die Gruppe setzte sich zusammen aus Mitgliedern des Vereins Schänner Natur und des Rotary Clubs Linthebene, die unter der Anleitung von Theo Scheidegger, Präsident Verein Schänner Natur, und Forstingenieur Beda Romer (LM) einen Vormittag lang Einblick in die Gehölzpflege erhielt. Die Linthebene-Melioration dankt den beiden Organisationen für den tatkräftigen Einsatz und für die gute Zusammenarbeit in der Vorbereitung.


Grundlagenbeschaffung bei Haupt- und Sammelleitungen landwirtschaftlicher Entwässerungen

Gegenwärtig werden Haupt- und Sammelleitungen des Werks systematisch aufgenommen und mittels Kanal-TV dokumentiert. Ziel ist es, den teilweise ungenügend bekannten Zustand der Leitungen zu ermitteln und davon die notwendigen baulichen Massnahmen zur Wiederinstandstellung abzuleiten. Ebenso können aus den Aufnahmen die entsprechenden Sanierungskosten ermittelt werden. Die Firma Hegner Kanalreinigungen und Kanaluntersuch AG, Benken/Tuggen, wurde aufgrund der durchgeführten Submission mit der ersten Etappe (ca. 7.5 km) beauftragt. Die Arbeiten dauern bis kurz vor Weihnachten 2019 und konzentrieren sich auf das Gemeindegebiet von Kaltbrunn.

Die Aufnahmen werden im Rahmen der periodischen Wiederinstandstellung (PWI) in den nächsten zehn Jahren schliesslich über das gesamte Meliorationsgebiet erhoben und umfassen Leitungslängen von insgesamt rund 180 km.


Erneuerung Staffelrietbecken beim Pumpwerk Grynau

Die Anlage des Pumpwerks Grynau geht auf die 1950er Jahre zurück. Damals wurde die Bodenplatte als Schroppenbett flach fundiert und mit Beton überzogen. Bei der Böschungssicherung handelt es sich um Stampfbeton. Durch den ständigen Einfluss von Tausalzen und säurehaltigem Wasser haben die Abdeckungen stark gelitten und müssen erneuert werden. In einem ersten Schritt wird das Zulaufbecken 1, auch Staffelrietbecken genannt, mit einer neuen Betonabdeckung versehen. Die einmündenden Kanäle werden während den Bauarbeiten abgedichtet und in das Zulaufbecken 2 umgeleitet.

Die Arbeiten am Staffelrietbecken dauern von Montag, 28. Oktober 2019 bis Mitte Dezember 2019. Der Parkplatz beim Pumpwerk ist während dieser Zeit für die beauftragte Bauunternehmung reserviert. Die Strasse Richtung Autobahnunterführung ist während den Bauarbeiten für sämtlichen Verkehr gesperrt.


Ersatz Rufibachbrücke August bis November 2019

Die Rufibachbrücke ist Teil der Gastermattstrasse und quert den Rufibach oberhalb des Geschiebesammlers Erlen in Schänis. Eine durch die HSR Rapperswil durchgeführte Zustandsuntersuchung ergab, dass der bauliche Zustand der Brücke als schlecht eingestuft werden muss. Da die im Jahr 1952 erstellte Rufibachbrücke zudem den heutigen Verkehrslasten nicht mehr genügt, hat sich die Linthebene-Melioration für einen Ersatzneubau entschieden.

Die Arbeiten beginnen ab Montag, 12. August 2019 und dauern gemäss Bauprogramm bis Ende November 2019. Während der Bauzeit wird der Strassenverkehr über die Rufnerrietstrasse und die Ramisbachstrasse umgeleitet. Für die Fussgänger wird eine provisorische Fusswegverbindung mit einem Steg über den Rufibach eingerichtet.


Grünes Licht für den neuen Werkhof der Linthebene-Melioration

In einem zweiten Anlauf hat der Aufsichtsrat der Linthebene-Melioration am 26. Juni 2019 den Kreditantrag für den neuen Werkhof der Linthebene-Melioration bewilligt. Nach vielen Jahren mit dezentralen Mietlösungen sollen Einstellhalle, Büroräumlichkeiten und Archivflächen endlich an einem einzigen Standort zusammengeführt werden. Das dafür vorgesehene Bauareal befindet sich beim Autobahnkreuz in Reichenburg und liegt damit gut erschlossen und zentral innerhalb des Perimeters. Die Einstellhalle für Maschinen und Geräte wird von Fachwerkträgern aus Holz überspannt. Das Bürogeschoss lässt sich geschickt in die hohen Träger integrieren. In einem kleineren Zwischengeschoss befinden sich die Garderobe und der Rapportraum der Werkgruppe.

Nun, da das oberste strategische Organ der Linthebene-Melioration seinen Segen zum vorgeschlagenen Bauprojekt erteilt hat, folgt das Submissionsverfahren. Läuft alles nach Plan, kann im Herbst 2019 mit dem Bau begonnen werden.


Besuch aus der Po-Ebene

Nachdem eine Delegation der Hochschule Rapperswil HSR und der Linthebene-Melioration im vergangenen Herbst zu einer Fachexkursion in die Po-Ebene eingeladen war, erfolgte am 21. Mai 2019 ein Gegenbesuch der Organisation AIPO (Agenzia Interregionale per il fiume Po), die für die Hochwassersicherheit im Flussbecken des Po verantwortlich ist. Nach einer kurzen Begrüssung und Vorstellung wurden das Pumpwerk Uznach (im Bild) und mehrere ausgeführte Revitalisierungsprojekte in der Linthebene besichtigt. Das rege Interesse der Besucher machte deutlich, dass die Gewässerrevitalisierung auch in der Po-Ebene ein aktuelles Thema ist.


Zustandsaufnahme Kessizopfbrücke

Die meisten der 72 Brücken der Linthebene-Melioration wurden zu einer Zeit dimensioniert, als die Fahrzeuge in der Linthebene noch leichter, kleiner und seltener waren.  Aufgrund des Alters und der Belastungszunahme besteht die Gefahr, dass die Bauwerke an die Grenzen ihrer Belastbarkeit gelangen. Die Kontrolle des Brückenzustandes ist deshalb eine Daueraufgabe der Linthebene-Melioration.

Gegenwärtig wird die Brücke über den Mühlemooskanal im Kessizopf, Tuggen, im Rahmen einer studentischen Projektarbeit unter die Lupe genommen. Das Untersuchungsprogramm umfasst unter anderem eine Belastungsprobe, eine Schwingungsanalyse und die Bewehrungsaufnahme durch ein Georadar (siehe Bild). Die Ergebnisse dieser Untersuchungen dienen in erster Linie als Grundlage und zur Verifikation für die statischen Berechnungen. Dadurch sind zuverlässige Aussagen zum Tragwiderstand der Brücke möglich. Bei ungenügendem Widerstand können Nutzungsbeschränkungen, Ertüchtigungsmassnahmen oder gar ein Ersatz der Brücke angezeigt sein.


Neue Hecke am Fähribach

Bachbegleitende Hecken bieten nicht nur willkommene Beschattung der Wasserfläche, sondern dienen auch als Lebensraum und Vernetzungselement in ausgeräumten Landschaften. Aus diesen Gründen wurde im Rahmen des Vernetzungsprojekts Galgenen-Schübelbach eine rund 100 m lange Hecke am Fähribach neu angelegt. Der Gehölzstreifen befindet sich auf der Eigentumsgrenze zwischen dem Gewässergrundstück der Linthebene-Melioration und dem benachbarten Landwirtschaftsland. Die Pflanzung erfolgte denn auch gemeinschaftlich durch Landwirte, die Werkgruppe der Linthebene-Melioration und Mitarbeiter der Suisseplan Ingenieure. Auf der Pflanzliste standen über 200 Jungpflanzen verschiedener einheimischer Straucharten. Dank dem tüchtigen Einsatz der Pflanzgruppe und unterstützt durch ein Erdbohrgerät konnte die Pflanzung innerhalb eines Nachmittags umgesetzt werden. Bis die Hecke in einigen Jahren die erhoffte Vernetzungs- und Beschattungsfunktion erfüllen kann, wird jedoch noch einiges an Pflegearbeit erforderlich sein.


xeiro ag