

Bewährtes erhalten, Innovationen nutzen
Die Linthebene-Melioration betreibt ein rund 2'300 ha grosses Netz von Drainageleitungen. Erstaunlich ist, dass viele der 60 bis 80 Jahre alten Tonrohre noch heute zuverlässig funktionieren. Wo ein Ersatz nötig wird, setzen wir häufig erneut auf den bewährten Baustoff Ton. Dieser überzeugt nicht nur durch seine Langlebigkeit und den einfachen Unterhalt, sondern auch durch seine natürliche und chemisch unbedenkliche Materialzusammensetzung.
Gleichzeitig verfolgen wir neue Entwicklungen im Bauwesen aufmerksam und setzen innovative Lösungen gezielt dort ein, wo sie einen echten Mehrwert bieten. So kam bei einer kürzlich durchgeführten Brückenertüchtigung ein Spezialstahl zum Einsatz, der sich beim Erhitzen zusammenzieht. Dadurch lässt sich ein bestehendes Tragwerk vorspannen und effizient verstärken. Dieser sogenannte Memory-Steel bietet somit eine moderne Methode zur Verlängerung der Lebensdauer von Brücken.
Ein anderes Beispiel zeigt sich an der Kessizopfbrücke in Tuggen, wo im Jahr 2023 ultrahochfester Beton (UHFB) für die Aussteifung und Abdichtung der Brückenplatte eingesetzt wurde. Dieser besonders dichte und widerstandsfähige Baustoff hat sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert und ermöglicht schlanke, langlebige Konstruktionen. Mit dem gezielten Einsatz solcher innovativen Materialien verbinden wir Bewährtes mit Fortschritt und sorgen dafür, dass unsere Werkanlagen den steigenden Anforderungen gerecht werden.
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Umweltschonender Erosionsschutz
Ein Abschnitt des Rietwiesgrabens in Reichenburg wies seit längerer Zeit Erosionsschäden auf. Aufgrund der starken Beschattung durch die angrenzende Hecke und wiederkehrender Hochwasserereignisse konnte sich an der steilen Böschung keine ausreichend dichte Vegetation entwickeln.
Um das Hinterspülen der Kanalsohlenplatten zu verhindern und das Anwachsen der natürlichen Begrünung zu fördern, hat unsere Werkgruppe den betroffenen Kanalabschnitt versuchsweise mit einem Erosionsschutzvlies aus einheimischer Produktion abgedeckt.
Das Vlies aus Holzwolle schützt die Böschung sofort vor weiterer Erosion und schafft gleichzeitig ideale Bedingungen für das Anwachsen der Vegetation. Mit der Zeit wird das Material vollständig und schadstofffrei zu Humus abgebaut; eine nachhaltige und umweltschonende Lösung zum Schutz unserer Gewässer.
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Neues Verkehrsverbot auf der Neulandstrasse in Reichenburg
In Zusammenhang mit der Erweiterung des Gemüsebaubetriebes Kistler in Reichenburg wird die Erschliessung des Areals angepasst. Die Zufahrt zum Betrieb soll ostseitig über die Benkner- und die Neulandstrasse erfolgen. Der westliche Strassenabschnitt hingegen soll vom Zubringerdienst des Gemüsebaubetriebs sowie auch von Ausweichverkehr entlastet werden.
Das vom Gemeinderat Reichenburg verfügte zweiteilige Fahrverbot wurde vom Tiefbauamt des Kantons Schwyz genehmigt und im Amtsblatt vom 17. Oktober 2025 publiziert.
Der landwirtschaftliche Verkehr und der Langsamverkehr sowie auch die Erschliessung der Siedlung Laich und unseres Werkhofs bleiben weiter uneingeschränkt möglich.

Sanierung der unteren Dörflerbachbrücke
Rund 200 m unterhalb der Dörflerbachbrücke an der Gastermattstrasse führt eine zweite, kleinere Brücke über den Dörflerbach. Sie dient hauptsächlich der Erschliessung von zwei landwirtschaftlichen Parzellen sowie eines Weidstalls.
Eine Untersuchung hat gezeigt, dass die seitlichen Randborde stark beschädigt waren, da sie der Witterung besonders ausgesetzt sind. Ausserdem belasteten breite landwirtschaftliche Fahrzeuge mit den Rädern die Borde, was bei deren Bemessung nicht vorgesehen war. Die eigentliche Brückenplatte befand sich hingegen noch in einem vergleichsweise guten Zustand.
Verschiedene Möglichkeiten für die Zukunft der Brücke wurden geprüft. Dank der stabilen Brückenplatte konnte auf einen vollständigen Neubau verzichtet werden. Eine Sanierung war jedoch notwendig, da sich die Schäden an den Randborden weiter verschlechtern. Die Randborde wurden deshalb komplett ersetzt, sodass die Brücke heute wieder sicher und zuverlässig nutzbar ist. Zusätzlich wurde die Beton-Fahrbahn so angepasst, dass Regenwasser besser abfliessen kann.
Die Bauarbeiten konnten rechtzeitig vor dem Heuschnitt abgeschlossen werden.

Verstärkung der Werkleitung
Wir freuen uns sehr, dass wir mit Markus Reinhard einen erfahrenen Fachmann im Bereich des Meliorationswesens gefunden haben. Ausgebildet als Forstingenieur an der ETH Zürich und als Bauingenieur an der FH Rapperswil bringt er ein breites fachliches Fundament für die neu geschaffene Position als Zuständiger für den Fachbereich Wasserbau bei der Linthebene-Melioration mit. Markus war in den letzten Jahren als Leiter der Abteilung Strukturverbesserungen beim Landwirtschaftsamt im Kanton Schwyz tätig und wechselte per Anfang Februar 2026 zur Linthebene-Melioration in Reichenburg. Wir heissen ihn herzlich willkommen in unserem Team und wünschen ihm einen guten Start in der neuen Funktion.