Die rund 132 km Windschutz- und Heckenanlagen des Werks werden im Rahmen des Unterhalts einem kontinuierlichen Wandel unterzogen. Zur Entwässerung des Bodens wurden entlang der Entwässerungsgräben Tausende von Pappeln und Weiden gepflanzt. In der Zwischenzeit sind die Stauden zu teilweise mächtigen Bäumen herangewachsen und sind schlagreif. Jeweils im Winterhalbjahr werden deshalb einige Dutzende Bäume durch eine externe Forstgruppe unter Führung des zugeteilten Revierförsters gefällt und der Holzindustrie veräussert. In Gemüsekistchen, Spanplatten und teilweise auch Papier findet das Holz Weiterverwendung. Die Lücken in den Windschutzstreifen werden in der Regel durch einheimisches Buschwerk ersetzt, wodurch längerfristig gestufte Hecken entstehen.

Benken, Hornergraben Aufforstung
Die jungen Pflanzen müssen die ersten drei bis fünf Jahre regelmässig vom schnell wachsenden Gras befreit werden, damit sie nicht überwuchert und erstickt werden. Diese Arbeiten werden sowohl durch die eigene Werkgruppe als auch durch die externe Forstgruppe ausgeführt.
Die aufgewachsenen Hecken werden im Rahmen des ordentlichen Unterhalts regelmässig begangen, und es wird beurteilt, ob Pflegeeingriffe erforderlich sind. Diese Pflegemassnahmen erfolgen je nach Arbeitsauslastung der Werkgruppe während des ganzen Jahres, wobei wenn immer möglich ausserhalb der Vegetationszeit gearbeitet wird.
Das aus den Windschutzstreifen und den Heckenanlagen anfallende Material wird – sofern es als Lebensraumelement nicht in den Windschutzstreifen verbleiben kann oder anderweitig verwertet wird – zusammengeführt und zentral gelagert. Im Herbst wird das überschüssige Material gehackt und als Holzschnitzel in diversen Heizungen weiter verwendet.

Gefährungs-potential durch eine durch Wind zerbrochene Pappel im Steinerriet, Febraur 2010